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Unkrautkunde Teil 2: kriechender Hahnenfuss

Der Name klingt verlockend – Butterblume, so wird der kriechende Hahnenfuss auch oft genannt. Allerdings so schön wie der Name klingt, verhält sich das Unkraut im Rasen nicht.

Das ausdauernde Unkraut bevorzugt schwere Böden. Gerade auch Standorte, welche zu Vernässung neigen oder schlecht abtrocknen werden bevorzugt.

Der kriechende Hahnenfuss kann im Rasen oftmals schnell grosse Flächen einnehmen. Der Grund liegt daran, dass die Pflanze Ausläufer bildet. Die langen Triebe beginnen überall dort, wo sie auf die Erde auftreffen Wurzeln zu schlagen. So hat sich im Nu wieder ein neues Pflänzchen gebildet, welches wiederum Ausläufer bilden kann. Das starke Wachstum des Hahnenfusses verdrängt regelrecht die Rasengräser. So entstehen ganze Nester, wo kein Rasen mehr wachsen kann.

Deshalb gilt hier: wehren den Anfängen. Einmal im Rasen festgestellt, sollte alles unternommen werden, damit sich der Hahnenfuss nicht weiter ausbreiten kann.

Für die Bekämpfung lohnt es sich, wenn man sich die Mühe macht und die Pflanzen aussticht. Ausreissen von Hand ist schwierig. Die Pflanzen lässt sich nicht gut packen und die kräftigen Wurzeln können hartnäckig sein. Deshalb nimmt man am besten einen Unkrautstecher zur Hand. Damit lässt sich die komplette Pflanze gut entfernen.

Da die Pflanzen ziemlich gut im Boden verankert ist, wird man ihr mit Vertikutieren nicht richtig Herr. Als letzte Alternative bleibt noch die chemische Bekämpfung mit einem Produkt gegen breitblättrige Unkräuter. Da lohnt sich der Einsatz vor allem dann, wenn es eher ein verwildertet Rasenfläche ist und der kriechende Hahnenfuss überhandgenommen hat.

Ein Versamen des kriechenden Hahnenfusses sollte vermieden werden. Eine einzelne Pflanze kann mit ihren schönen, gelben Blüten bis 200 Samen bilden. Diese werden leicht über mittels Wind oder Vögel weiterverfrachtet.

Da die Pflanzen ja Anzeichen für eher zu Nässe verneigenden Böden ist, lohnt es sich bei gehäuften Auftreten die Bodenstruktur etwas genauer anzuschauen. Tiefenlockerung in Form von Aerifizieren kann dem entgegenwirken oder auch das Ausbringen von Sand.

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