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Wie’s der Name schon sagt, ist Sommerfusrium eine Pilzkrankheit, welche typischerweise im Sommer auftritt. Hohe Temperaturen zusammen mit Trockenstress und einer übermässigen Bewässerung oder hoher Luftfeuchtigkeit sind förderlich für das Auftreten von Sommerfusarium.

Die Krankheit bildet kreisrunde, strohfarbene Flecken. Beim genauen Hinschauen ist manchmal am Rande des Fleckens ein rosafarbenes Pilzmycel erkennbar. Oft kommt es vor, dass sich die Flecken von der Mitte heraus wieder zu regenerieren beginnen. Da die Flecken Ähnlichkeit zu Augen besitzen, nennt man sie auch Froschauge.

typisches Schadbild von Sommerfusarium. Beginnt sich von der Mitte her zu regenerieren

Folgende Faktoren können das Auftreten von Sommerfusarium fördern:

  • Bodenverdichtung und Staunässe
  •  Trockenstress, verbunden mit übermässiger Bewässerung oder hoher Luftfeuchtigkeit
  • Rasenfilz
  • pH-Werte unter 5 und über 7
  • unausgewogene Düngung – zu wenig Kalium

Alle Faktoren, wie für ein gesundes Rasenwachstum sorgen, helfen den Rasen widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten zu machen. Dazu gehört 1x jährlich den Rasen zu vertikutieren, eine der Nutzung entsprechende Düngung, Nachsaaten bei lückigem Rasen sowie eine angepasste Bewässerung. Die Bewässerung ist oftmals ein entscheidendes Kriterium: wässern Sie erst wenn nötig und vorzugsweise am Morgen. 

Tritt die Krankheit im Rasen auf, dann sollte je nach Befallsstärke eine Behandlung mit einem Pilzbekämpfungsmittel durchgeführt werden. Im Fachhandel sind entsprechende Mittel erhältlich. 

 

 

 

 

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Unkrautkunde Teil 4: Breitwegerich

Zu den bekanntesten Arten der Wegerichgewächsen gehören der Breitwegerich und der Spitzwegerich. Im Rasen ist jedoch der Breitwegerich derjenige, der am häufigsten vorkommt. Wie es der Name schon fast sagt, macht der Breitwegerich breite, rundliche Blätter. Hingegen diejenigen vom Spitzwegerich sind lanzettenförmig. Ein weiteres Merkmal der Wegerich-Arten ist die Ausbildung einer Rosette.

Wie bei fast allen Rosetten-bildenden Pflanzen wird so der Rasen verdrängt. Zudem bildet der Breitwegerich eine Pfahlwurzel aus. Dies macht die Pflanze sehr widerstandsfähig.

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Der Breitwegerich ist mehrjährig und vermehrt sich hauptsächlich über Samen. Ähnlich wie bei den Hirsen kann der Breitwegerich sehr kurze Blütenstiele bilden. So dass die Blüten mit dem Rasenmäher gar nicht abgemäht werden können. Der Breitwegerich weist ein enormes Vermehrungspotenzial auf. So bildet eine Blüte bis zu 4000 Samen. Ausserordentlich allerdings ist, dass die Samen bis zu 40 Jahre keimfähig bleiben.

Auf den Rasenflächen zeigt ein Auftreten des Unkrautes häufig begangene Rasenflächen an, da der Breitwegerich sehr trittfest ist. Bei stark begangenen Rasenflächen leidet die Grasnarbe. Sie wird nicht mehr so dicht, es entstehen Lücken und der Breitwegerich kann sich etablieren.

Das Ausbilden einer Pfahlwurzel ist ebenfalls ein Merkmal des Breitwegerichs. Beim Jäten sollte deshalb ein Unkrautstecher verwendet werden, damit die Pflanzen zusammen mit der Pfahlwurzel entfernt wird. Wird nur zu wenig von der Wurzel entfernt, kann die Pflanze wieder austreiben.

Eine chemische Bekämpfung des Wegerichs ist möglich. Aber auch hier lohnt sich der Einsatz erst bei einem übermässigen Auftreten.

 

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Im Juni sollten die Rasenflächen  nochmals gedüngt werden, damit der Rasen auch über den Sommer schön grün und kräftig bleibt. Für die Nachdüngung eignen sich entweder der Ha-Ras Rasendünger oder der Biorga Rasendünger.

frisch gedüngte Rasenfläche

Schauen Sie beim Düngerstreuen darauf, dass Sie einen Tag erwischen, wo die Temperaturen nicht gleich über 25°C steigen. Die idealsten Witterungsbedingungen für das Düngerstreuen sind kurz vor einem Regenschauer oder einem Gewitter. Dadurch entfällt das Rasenbewässern. Falls dies mit dem Regenschauer nicht klappt, bewässern Sie den Rasen nach dem Düngen.  Durch das Wasser schwemmt es einerseits die Körner auf den Boden und zudem beginnt der Dünger schneller zu wirken.

Die Nachdüngung der Rasenflächen im Sommer entfällt, wenn Sie im Frühling Rasen-Tardit eingesetzt haben. Denn dieser Dünger wirkt von Frühling bis Herbst.

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Unkrautkunde Teil 3: Gänseblümchen

Wer hat nicht als Kind schon Gänseblümchen gesammelt. So lieblich wie sie aussehen, so problematisch können Sie auf Rasenflächen sein, wo sich viele Kinder aufhalten. Denn die Blüten der Gänseblümchen werden gerne von Bienen besucht. Gerade im Frühling gehören sie zu den wichtigen Nektarpflanzen.

Die Gänseblümchen sind ausdauernde Pflanzen, welche sich über Samen vermehren. Meistens bilden die Gänseblümchen richtige Nester, so dass auch der Rasen komplett verdrängt wird. Durch die Rosettenbildung wird die Oberfläche des Rasens uneben. Deshalb sind sie gerade auf den Sportplätzen unbeliebt, da so die Fussbälle sich beim Spielen anders verhalten.

Dank ihres eher niedrigen Wuchses werden sie vom Rasenmäher nicht erwischt, was der Ausbreitung zusätzlich förderlich ist.

Gänseblümchen können auch eine Zeigerpflanzen für verdichteten Boden sein. Gerade bei einem gehäuften Auftreten lohnt es sich dies etwas genauer anzuschauen.

Gänseblümchen werden einigermassen gut durch vertikutieren rausgerissen werden. Aber auch Ausjäten ist immer eine gute Alternative für die Bekämpfung. Da die Unkräuter kein sehr starkes Wurzelwerk ausbilden, lassen sie sich gut ausjäten.

Da nach einer Bekämpfung der Gänseblümchen Löcher im Rasen entstehen, sollte diese möglichst schnell geschlossen werden. Am einfachsten dazu die Löcher mit einer Nachsaat-Mischung ansäen. Allenfalls kann vorgängig noch Rasenerde verteilt werden.

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Wiesenschnaken oder besser gesagt dessen Larven kommen in manchen Rasenflächen vor. Man bemerkt diese aber nur, wenn sie massenhaft auftreten.

Wiesenschnakenlarve
Foto: M. Sax

Die Wiesenschnake legt im August / September ihr Eier ab. Noch im Herbst schlüpfen graue Larven, welche bis zu 4cm lang werden können. Die Larven ernähren sich von organischer Substanz, d.h. ihre Hauptnahrung sind die Rasenwurzeln. Die Hauptfrasstätigkeit ist im Frühling (April / Mai). Treten die Wiesenschnaken massenhaft auf, können nesterweise schadhafte Stellen im Rasen entstehen. Der Rasen kann durch die abgefressenen Wurzeln nur noch schlecht Wasser- und Nährstoffe aufnehmen und beginnt dadurch gelb zu werden oder kann sogar absterben.

Beim Einsetzen der Dämmerung oder auch bei regnerischer Witterung kriechen die Larven aus ihren Gängen hervor und halten sich auf der Rasenoberfläche auf. Dies ist meist auch dann den Zeitpunkt, wenn man einen Befall entdeckt.

Im Juni / Juli verpuppen sie die Larven. Im Spätsommer schlüpft dann die Wiesenschnake und der Zyklus kann wieder von vorne beginnen.

Muss ich nun einen Befall bekämpfen oder nicht?

Meist kündigen Vögel wie Krähen oder Stare oder auch Wildtiere wie Dachse oder Wildschweinen einen massenhaften Befall an. Denn die Larven sind proteinreiches Futter für die Tiere. Wenn allerdings die Tiere die Larven aus dem Boden hohlen, sieht der Rasen anschliessend wie ein «Acker» aus. Gerade Wildschwein können den Rasen regelrecht umwühlen. In solchen Fällen lohnt sich dann eine Bekämpfung der Wiesenschnakenlarven. Im Fachhandel sind dazu chemische und biologische Produkte erhältlich.

Einzeln auftretende Schnakenlarven kommen immer wieder vor und verursachen auch keine feststellbaren Schäden im Rasen und müssen deswegen auch nicht bekämpft werden.

In der professionellen Sportplatz-Pflege beurteilt man einen Befall anhand von Schadschwellen. Die Schadschwelle ist bei 30 Larven / m2 erreicht. Dies lässt sich durch Ausheben einer Rasensode und dem Zählen der Larven feststellen (bsp. 25 x 25cm, Larven zählen und mit Faktor 16 multiplizieren = 1m2).

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Der Name klingt verlockend – Butterblume, so wird der kriechende Hahnenfuss auch oft genannt. Allerdings so schön wie der Name klingt, verhält sich das Unkraut im Rasen nicht.

Das ausdauernde Unkraut bevorzugt schwere Böden. Gerade auch Standorte, welche zu Vernässung neigen oder schlecht abtrocknen werden bevorzugt.

Der kriechende Hahnenfuss kann im Rasen oftmals schnell grosse Flächen einnehmen. Der Grund liegt daran, dass die Pflanze Ausläufer bildet. Die langen Triebe beginnen überall dort, wo sie auf die Erde auftreffen Wurzeln zu schlagen. So hat sich im Nu wieder ein neues Pflänzchen gebildet, welches wiederum Ausläufer bilden kann. Das starke Wachstum des Hahnenfusses verdrängt regelrecht die Rasengräser. So entstehen ganze Nester, wo kein Rasen mehr wachsen kann.

Deshalb gilt hier: wehren den Anfängen. Einmal im Rasen festgestellt, sollte alles unternommen werden, damit sich der Hahnenfuss nicht weiter ausbreiten kann.

Für die Bekämpfung lohnt es sich, wenn man sich die Mühe macht und die Pflanzen aussticht. Ausreissen von Hand ist schwierig. Die Pflanzen lässt sich nicht gut packen und die kräftigen Wurzeln können hartnäckig sein. Deshalb nimmt man am besten einen Unkrautstecher zur Hand. Damit lässt sich die komplette Pflanze gut entfernen.

Da die Pflanzen ziemlich gut im Boden verankert ist, wird man ihr mit Vertikutieren nicht richtig Herr. Als letzte Alternative bleibt noch die chemische Bekämpfung mit einem Produkt gegen breitblättrige Unkräuter. Da lohnt sich der Einsatz vor allem dann, wenn es eher ein verwildertet Rasenfläche ist und der kriechende Hahnenfuss überhandgenommen hat.

Ein Versamen des kriechenden Hahnenfusses sollte vermieden werden. Eine einzelne Pflanze kann mit ihren schönen, gelben Blüten bis 200 Samen bilden. Diese werden leicht über mittels Wind oder Vögel weiterverfrachtet.

Da die Pflanzen ja Anzeichen für eher zu Nässe verneigenden Böden ist, lohnt es sich bei gehäuften Auftreten die Bodenstruktur etwas genauer anzuschauen. Tiefenlockerung in Form von Aerifizieren kann dem entgegenwirken oder auch das Ausbringen von Sand.

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Unkrautkunde Teil 1: Weissklee

In einer losen Folgen werden wir Ihnen die wichtigsten Rasenunkräuter kurz vorstellen. Fangen wir mit dem Weissklee an.

Auf welcher Rasenfläche ist der Weissklee nicht schon vorgekommen. Der Klee kann teilweise ausserordentlich hartnäckig zum Bekämpfen sein. Der Grund liegt in seinem einerseits gedrungenen, kriechenden Wuchs. So wächst er meistens unter der eigentlichen Rasenschnitthöhe. Der Hauptvorteil hat sich der Weissklee allerdings bei der Nährstoffbeschaffung angeeignet. So geht das Unkraut eine Symbiose mit Knöllchenbakterien ein. Die Knöllchenbakterien können aus der Luft den Stickstoff binden. Dieser wird dem Klee zur Verfügung gestellt. Als Gegenleistung bekommen die Bakterien von den Pflanzen Zuckerverbindungen, welche sie sonst nicht selber herstellen können. So gesehen profitieren sowohl die Knöllchenbakterien wie auch der Weissklee.

Meistens kommt so der Klee auf eher schlecht ernährten Rasenflächen vor. Werden die Rasengräser ausreichend mit Nährstoffen versorgt, können sie sich gut entwickeln und so das Aufkommen von Weissklee eindämmen.

Hat sich nun aber der Klee auf einer Rasenfläche angesiedelt, kann er relativ gut vertikutiert werden. Durch das Vertikutieren (1x längs und 1x quer) werden die Klee-Wurzeln gut herausgerissen. Wichtig ist die nachfolgende Düngung des Rasens, damit sich schnell wieder eine dichte Grasnarbe bildet. Sind es allerdings grösser Kahlstellen nach dem Vertikutieren, sollten diese mit einer Nachsaat-Mischung angesät werden.

Etwas aufwändiger allerdings ist das Ausstechen der Kleenester. Am einfachsten geht dies mit einem Spaten. Anschliessend müssen die Löcher mit Rasenerde neu aufgefüllt und nachgesät werden. Obwohl es aufwändig ist, hat man im Vergleich zum Vertikutieren am schnellsten einen Klee freien Rasen.

Eine dritte Variante ist der Einsatz von einem Rasenunkrautvernichter. Hierbei ist es wichtig, dass ein Produkt gegen breitblättrige Unkräuter eingesetzt wird.

Allerdings ist es bei allen Massnahmen wichtig, dass die Rasenfläche ausreichen mit Nährstoffen versorgt wird. Denn nur dann lässt sich nachhaltig der Weissklee im Rasen bekämpfen.

 

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Unser nachgesäte Stelle im Rasen ist nun rund 21 Tage alt. Die Rasenpflege wie düngen oder Rasenmähen kann im jetzigen Stadium nun ganz normal weitergeführt werden wie bei restlichen Rasenfläche.

In der Bildmitte sind noch die feinen, jungen Rasengräser erkennbar.

Beim genauen Hinsehen ist noch ein leichter Unterschied zwischen den jungen Rasengräsern und den bestehenden Gräsern erkennbar. Aber mit der Zeit verblasst der Unterscheid und nichts mehr wird darauf hindeuteten, dass dort mal jemals ein kahle Stelle gewesen ist.

 

 

 

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Die Sommermonate sind auch die Hirsenmonate. Jetzt anfangs Mai hat man noch gut etwa einen Monat bis die Hirsen-Saison kommt. Also wenn Sie jetzt Ihren Rasen noch nicht gedüngt haben, dann wäre es höchste Zeit. Für die Düngung nehmen Sie jetzt am Besten den Ha-Ras Rasendünger oder den Biorga Rasendünger.

Denn nur wenn der Rasen dicht ist, hat die Hirse keine Chance. Einen dichten Rasen erreicht man nur durch folgende Massnahmen:

  • Rasen düngen. Dadurch können die Gräser genügend Nährstoffe aufnehmen, bilden Ausläufer und die Rasenflächen werden dicht.
  • Nachsäen. Wenn der Rasen lückig ist oder kahle Stellen aufweist, können diese jetzt noch mit einer Nachsaatmischung angesät werden.

Damit die Hirse keimen kann, braucht es lückige Stellen im Rasen. Denn dadurch kann sich der Boden genügend aufwärmen, so dass die Bedingungen für die Hirsen ideal sind.

Falls dennoch einzelne Hirsen auftreten sollten, stechen Sie diese gleich aus. Somit erwischen Sie diese noch bevor die Hirse blühen kann.

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Haben Sie einzelne Unkräuter im Rasen? In vielen Fällen lohnt es sich, die Unkräuter im Rasen auszustechen. Sehen Sie im Video, wie man am einfachsten dem Unkraut Herr wird.

Vergessen Sie den Rasen nach dem Entfernen der Unkräuter nicht zu düngen. Dadurch werden die Gräser stärker, können die „Unkrautlücken“ überwachsen und der Rasen wird wieder schön dicht. Falls es grössere Löcher nach dem Entfernen der Unkräuter sein sollten, säen Sie diese mit einer Nachsaatmischung an.  

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