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Unkrautkunde Teil 3: Gänseblümchen

Wer hat nicht als Kind schon Gänseblümchen gesammelt. So lieblich wie sie aussehen, so problematisch können Sie auf Rasenflächen sein, wo sich viele Kinder aufhalten. Denn die Blüten der Gänseblümchen werden gerne von Bienen besucht. Gerade im Frühling gehören sie zu den wichtigen Nektarpflanzen.

Die Gänseblümchen sind ausdauernde Pflanzen, welche sich über Samen vermehren. Meistens bilden die Gänseblümchen richtige Nester, so dass auch der Rasen komplett verdrängt wird. Durch die Rosettenbildung wird die Oberfläche des Rasens uneben. Deshalb sind sie gerade auf den Sportplätzen unbeliebt, da so die Fussbälle sich beim Spielen anders verhalten.

Dank ihres eher niedrigen Wuchses werden sie vom Rasenmäher nicht erwischt, was der Ausbreitung zusätzlich förderlich ist.

Gänseblümchen können auch eine Zeigerpflanzen für verdichteten Boden sein. Gerade bei einem gehäuften Auftreten lohnt es sich dies etwas genauer anzuschauen.

Gänseblümchen werden einigermassen gut durch vertikutieren rausgerissen werden. Aber auch Ausjäten ist immer eine gute Alternative für die Bekämpfung. Da die Unkräuter kein sehr starkes Wurzelwerk ausbilden, lassen sie sich gut ausjäten.

Da nach einer Bekämpfung der Gänseblümchen Löcher im Rasen entstehen, sollte diese möglichst schnell geschlossen werden. Am einfachsten dazu die Löcher mit einer Nachsaat-Mischung ansäen. Allenfalls kann vorgängig noch Rasenerde verteilt werden.

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Wiesenschnaken oder besser gesagt dessen Larven kommen in manchen Rasenflächen vor. Man bemerkt diese aber nur, wenn sie massenhaft auftreten.

Wiesenschnakenlarve
Foto: M. Sax

Die Wiesenschnake legt im August / September ihr Eier ab. Noch im Herbst schlüpfen graue Larven, welche bis zu 4cm lang werden können. Die Larven ernähren sich von organischer Substanz, d.h. ihre Hauptnahrung sind die Rasenwurzeln. Die Hauptfrasstätigkeit ist im Frühling (April / Mai). Treten die Wiesenschnaken massenhaft auf, können nesterweise schadhafte Stellen im Rasen entstehen. Der Rasen kann durch die abgefressenen Wurzeln nur noch schlecht Wasser- und Nährstoffe aufnehmen und beginnt dadurch gelb zu werden oder kann sogar absterben.

Beim Einsetzen der Dämmerung oder auch bei regnerischer Witterung kriechen die Larven aus ihren Gängen hervor und halten sich auf der Rasenoberfläche auf. Dies ist meist auch dann den Zeitpunkt, wenn man einen Befall entdeckt.

Im Juni / Juli verpuppen sie die Larven. Im Spätsommer schlüpft dann die Wiesenschnake und der Zyklus kann wieder von vorne beginnen.

Muss ich nun einen Befall bekämpfen oder nicht?

Meist kündigen Vögel wie Krähen oder Stare oder auch Wildtiere wie Dachse oder Wildschweinen einen massenhaften Befall an. Denn die Larven sind proteinreiches Futter für die Tiere. Wenn allerdings die Tiere die Larven aus dem Boden hohlen, sieht der Rasen anschliessend wie ein «Acker» aus. Gerade Wildschwein können den Rasen regelrecht umwühlen. In solchen Fällen lohnt sich dann eine Bekämpfung der Wiesenschnakenlarven. Im Fachhandel sind dazu chemische und biologische Produkte erhältlich.

Einzeln auftretende Schnakenlarven kommen immer wieder vor und verursachen auch keine feststellbaren Schäden im Rasen und müssen deswegen auch nicht bekämpft werden.

In der professionellen Sportplatz-Pflege beurteilt man einen Befall anhand von Schadschwellen. Die Schadschwelle ist bei 30 Larven / m2 erreicht. Dies lässt sich durch Ausheben einer Rasensode und dem Zählen der Larven feststellen (bsp. 25 x 25cm, Larven zählen und mit Faktor 16 multiplizieren = 1m2).

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Der Name klingt verlockend – Butterblume, so wird der kriechende Hahnenfuss auch oft genannt. Allerdings so schön wie der Name klingt, verhält sich das Unkraut im Rasen nicht.

Das ausdauernde Unkraut bevorzugt schwere Böden. Gerade auch Standorte, welche zu Vernässung neigen oder schlecht abtrocknen werden bevorzugt.

Der kriechende Hahnenfuss kann im Rasen oftmals schnell grosse Flächen einnehmen. Der Grund liegt daran, dass die Pflanze Ausläufer bildet. Die langen Triebe beginnen überall dort, wo sie auf die Erde auftreffen Wurzeln zu schlagen. So hat sich im Nu wieder ein neues Pflänzchen gebildet, welches wiederum Ausläufer bilden kann. Das starke Wachstum des Hahnenfusses verdrängt regelrecht die Rasengräser. So entstehen ganze Nester, wo kein Rasen mehr wachsen kann.

Deshalb gilt hier: wehren den Anfängen. Einmal im Rasen festgestellt, sollte alles unternommen werden, damit sich der Hahnenfuss nicht weiter ausbreiten kann.

Für die Bekämpfung lohnt es sich, wenn man sich die Mühe macht und die Pflanzen aussticht. Ausreissen von Hand ist schwierig. Die Pflanzen lässt sich nicht gut packen und die kräftigen Wurzeln können hartnäckig sein. Deshalb nimmt man am besten einen Unkrautstecher zur Hand. Damit lässt sich die komplette Pflanze gut entfernen.

Da die Pflanzen ziemlich gut im Boden verankert ist, wird man ihr mit Vertikutieren nicht richtig Herr. Als letzte Alternative bleibt noch die chemische Bekämpfung mit einem Produkt gegen breitblättrige Unkräuter. Da lohnt sich der Einsatz vor allem dann, wenn es eher ein verwildertet Rasenfläche ist und der kriechende Hahnenfuss überhandgenommen hat.

Ein Versamen des kriechenden Hahnenfusses sollte vermieden werden. Eine einzelne Pflanze kann mit ihren schönen, gelben Blüten bis 200 Samen bilden. Diese werden leicht über mittels Wind oder Vögel weiterverfrachtet.

Da die Pflanzen ja Anzeichen für eher zu Nässe verneigenden Böden ist, lohnt es sich bei gehäuften Auftreten die Bodenstruktur etwas genauer anzuschauen. Tiefenlockerung in Form von Aerifizieren kann dem entgegenwirken oder auch das Ausbringen von Sand.

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Unkrautkunde Teil 1: Weissklee

In einer losen Folgen werden wir Ihnen die wichtigsten Rasenunkräuter kurz vorstellen. Fangen wir mit dem Weissklee an.

Auf welcher Rasenfläche ist der Weissklee nicht schon vorgekommen. Der Klee kann teilweise ausserordentlich hartnäckig zum Bekämpfen sein. Der Grund liegt in seinem einerseits gedrungenen, kriechenden Wuchs. So wächst er meistens unter der eigentlichen Rasenschnitthöhe. Der Hauptvorteil hat sich der Weissklee allerdings bei der Nährstoffbeschaffung angeeignet. So geht das Unkraut eine Symbiose mit Knöllchenbakterien ein. Die Knöllchenbakterien können aus der Luft den Stickstoff binden. Dieser wird dem Klee zur Verfügung gestellt. Als Gegenleistung bekommen die Bakterien von den Pflanzen Zuckerverbindungen, welche sie sonst nicht selber herstellen können. So gesehen profitieren sowohl die Knöllchenbakterien wie auch der Weissklee.

Meistens kommt so der Klee auf eher schlecht ernährten Rasenflächen vor. Werden die Rasengräser ausreichend mit Nährstoffen versorgt, können sie sich gut entwickeln und so das Aufkommen von Weissklee eindämmen.

Hat sich nun aber der Klee auf einer Rasenfläche angesiedelt, kann er relativ gut vertikutiert werden. Durch das Vertikutieren (1x längs und 1x quer) werden die Klee-Wurzeln gut herausgerissen. Wichtig ist die nachfolgende Düngung des Rasens, damit sich schnell wieder eine dichte Grasnarbe bildet. Sind es allerdings grösser Kahlstellen nach dem Vertikutieren, sollten diese mit einer Nachsaat-Mischung angesät werden.

Etwas aufwändiger allerdings ist das Ausstechen der Kleenester. Am einfachsten geht dies mit einem Spaten. Anschliessend müssen die Löcher mit Rasenerde neu aufgefüllt und nachgesät werden. Obwohl es aufwändig ist, hat man im Vergleich zum Vertikutieren am schnellsten einen Klee freien Rasen.

Eine dritte Variante ist der Einsatz von einem Rasenunkrautvernichter. Hierbei ist es wichtig, dass ein Produkt gegen breitblättrige Unkräuter eingesetzt wird.

Allerdings ist es bei allen Massnahmen wichtig, dass die Rasenfläche ausreichen mit Nährstoffen versorgt wird. Denn nur dann lässt sich nachhaltig der Weissklee im Rasen bekämpfen.

 

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Unser nachgesäte Stelle im Rasen ist nun rund 21 Tage alt. Die Rasenpflege wie düngen oder Rasenmähen kann im jetzigen Stadium nun ganz normal weitergeführt werden wie bei restlichen Rasenfläche.

In der Bildmitte sind noch die feinen, jungen Rasengräser erkennbar.

Beim genauen Hinsehen ist noch ein leichter Unterschied zwischen den jungen Rasengräsern und den bestehenden Gräsern erkennbar. Aber mit der Zeit verblasst der Unterscheid und nichts mehr wird darauf hindeuteten, dass dort mal jemals ein kahle Stelle gewesen ist.

 

 

 

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Die Sommermonate sind auch die Hirsenmonate. Jetzt anfangs Mai hat man noch gut etwa einen Monat bis die Hirsen-Saison kommt. Also wenn Sie jetzt Ihren Rasen noch nicht gedüngt haben, dann wäre es höchste Zeit. Für die Düngung nehmen Sie jetzt am Besten den Ha-Ras Rasendünger oder den Biorga Rasendünger.

Denn nur wenn der Rasen dicht ist, hat die Hirse keine Chance. Einen dichten Rasen erreicht man nur durch folgende Massnahmen:

  • Rasen düngen. Dadurch können die Gräser genügend Nährstoffe aufnehmen, bilden Ausläufer und die Rasenflächen werden dicht.
  • Nachsäen. Wenn der Rasen lückig ist oder kahle Stellen aufweist, können diese jetzt noch mit einer Nachsaatmischung angesät werden.

Damit die Hirse keimen kann, braucht es lückige Stellen im Rasen. Denn dadurch kann sich der Boden genügend aufwärmen, so dass die Bedingungen für die Hirsen ideal sind.

Falls dennoch einzelne Hirsen auftreten sollten, stechen Sie diese gleich aus. Somit erwischen Sie diese noch bevor die Hirse blühen kann.

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Haben Sie einzelne Unkräuter im Rasen? In vielen Fällen lohnt es sich, die Unkräuter im Rasen auszustechen. Sehen Sie im Video, wie man am einfachsten dem Unkraut Herr wird.

Vergessen Sie den Rasen nach dem Entfernen der Unkräuter nicht zu düngen. Dadurch werden die Gräser stärker, können die „Unkrautlücken“ überwachsen und der Rasen wird wieder schön dicht. Falls es grössere Löcher nach dem Entfernen der Unkräuter sein sollten, säen Sie diese mit einer Nachsaatmischung an.  

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Nun sind fast 14 Tag vergangen, seid wir unsere Kahlstelle im Rasen nachgesät haben.

Die Gräser sind praktisch alle gekeimt und entwickeln sich gut. Nun gilt es für die jungen Gräser möglichst schnell ein gutes Wurzelwerk zu bilden. Allerdings ist es für das Rasenmähen aktuell noch zu früh. Würde man jetzt mit dem Rasenmäher darüber fahren, dann würde die aktuell noch empfindlichen Gräser gleich ausgerissen, da das Wurzelwerk noch zu wenig stark ist.

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Wer nach dem Vertikutieren Reno-Mix gestreut hat, sollte nicht vergessen den Rasen zu wässern. Aktuell hat es ja schon seit ein paar Tagen nicht mehr geregnet und auch der aktuelle Wetterbericht sagen keinen Regen voraus. Damit die im Reno-Mix enthaltenen Rasensamen eine Chance zum Keimen haben, müssen die Rasenflächen regelmässig gewässert werden.

Lassen Sie am einfachsten am Morgen für ein paar Minuten den Rasensprenger laufen. Es reicht, wenn die Bodenoberfläche feucht ist, damit die Rasensamen nicht austrocknen.

Die Bewässerung bei Nachsaaten ist nicht vergleichbar wie mit der Bewässerung aufgrund von Trockenheit im Sommer. In solchen Fällen sollten pro Bewässerungsdurchgang 20-25l Wasser /m2 aufgebracht werden.

Vergessen Sie nicht nach etwa 4-6 Wochen nach dem Reno-Mix streuen den Rasen mit einem Langzeitdünger wie Rasen-Tardit zu düngen.

 

 

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Vor ein paar Tagen haben wir ein Foto gezeigt zusammen mit einer Anleitung wie Kahlstellen im Rasen nachgesät werden können.

Nun etwa nach 8 Tagen sind die ersten Samen gekeimt.

frisch gekeimte Rasensamen nach 8 Tagen

Ein bisschen Geduld und regelmässiges Wässern zahlt sich aus. Wir halten Sie auf dem Laufenden wie sich unsere Kahlstelle im Laufe der Zeit entwickelt.

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