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Wiesenschnaken – Lästling oder Schädling im Rasen

Wiesenschnaken oder besser gesagt dessen Larven kommen in manchen Rasenflächen vor. Man bemerkt diese aber nur, wenn sie massenhaft auftreten.

Wiesenschnakenlarve
Foto: M. Sax

Die Wiesenschnake legt im August / September ihr Eier ab. Noch im Herbst schlüpfen graue Larven, welche bis zu 4cm lang werden können. Die Larven ernähren sich von organischer Substanz, d.h. ihre Hauptnahrung sind die Rasenwurzeln. Die Hauptfrasstätigkeit ist im Frühling (April / Mai). Treten die Wiesenschnaken massenhaft auf, können nesterweise schadhafte Stellen im Rasen entstehen. Der Rasen kann durch die abgefressenen Wurzeln nur noch schlecht Wasser- und Nährstoffe aufnehmen und beginnt dadurch gelb zu werden oder kann sogar absterben.

Beim Einsetzen der Dämmerung oder auch bei regnerischer Witterung kriechen die Larven aus ihren Gängen hervor und halten sich auf der Rasenoberfläche auf. Dies ist meist auch dann den Zeitpunkt, wenn man einen Befall entdeckt.

Im Juni / Juli verpuppen sie die Larven. Im Spätsommer schlüpft dann die Wiesenschnake und der Zyklus kann wieder von vorne beginnen.

Muss ich nun einen Befall bekämpfen oder nicht?

Meist kündigen Vögel wie Krähen oder Stare oder auch Wildtiere wie Dachse oder Wildschweinen einen massenhaften Befall an. Denn die Larven sind proteinreiches Futter für die Tiere. Wenn allerdings die Tiere die Larven aus dem Boden hohlen, sieht der Rasen anschliessend wie ein «Acker» aus. Gerade Wildschwein können den Rasen regelrecht umwühlen. In solchen Fällen lohnt sich dann eine Bekämpfung der Wiesenschnakenlarven. Im Fachhandel sind dazu chemische und biologische Produkte erhältlich.

Einzeln auftretende Schnakenlarven kommen immer wieder vor und verursachen auch keine feststellbaren Schäden im Rasen und müssen deswegen auch nicht bekämpft werden.

In der professionellen Sportplatz-Pflege beurteilt man einen Befall anhand von Schadschwellen. Die Schadschwelle ist bei 30 Larven / m2 erreicht. Dies lässt sich durch Ausheben einer Rasensode und dem Zählen der Larven feststellen (bsp. 25 x 25cm, Larven zählen und mit Faktor 16 multiplizieren = 1m2).

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