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Unkrautkunde Teil 1: Weissklee

In einer losen Folgen werden wir Ihnen die wichtigsten Rasenunkräuter kurz vorstellen. Fangen wir mit dem Weissklee an.

Auf welcher Rasenfläche ist der Weissklee nicht schon vorgekommen. Der Klee kann teilweise ausserordentlich hartnäckig zum Bekämpfen sein. Der Grund liegt in seinem einerseits gedrungenen, kriechenden Wuchs. So wächst er meistens unter der eigentlichen Rasenschnitthöhe. Der Hauptvorteil hat sich der Weissklee allerdings bei der Nährstoffbeschaffung angeeignet. So geht das Unkraut eine Symbiose mit Knöllchenbakterien ein. Die Knöllchenbakterien können aus der Luft den Stickstoff binden. Dieser wird dem Klee zur Verfügung gestellt. Als Gegenleistung bekommen die Bakterien von den Pflanzen Zuckerverbindungen, welche sie sonst nicht selber herstellen können. So gesehen profitieren sowohl die Knöllchenbakterien wie auch der Weissklee.

Meistens kommt so der Klee auf eher schlecht ernährten Rasenflächen vor. Werden die Rasengräser ausreichend mit Nährstoffen versorgt, können sie sich gut entwickeln und so das Aufkommen von Weissklee eindämmen.

Hat sich nun aber der Klee auf einer Rasenfläche angesiedelt, kann er relativ gut vertikutiert werden. Durch das Vertikutieren (1x längs und 1x quer) werden die Klee-Wurzeln gut herausgerissen. Wichtig ist die nachfolgende Düngung des Rasens, damit sich schnell wieder eine dichte Grasnarbe bildet. Sind es allerdings grösser Kahlstellen nach dem Vertikutieren, sollten diese mit einer Nachsaat-Mischung angesät werden.

Etwas aufwändiger allerdings ist das Ausstechen der Kleenester. Am einfachsten geht dies mit einem Spaten. Anschliessend müssen die Löcher mit Rasenerde neu aufgefüllt und nachgesät werden. Obwohl es aufwändig ist, hat man im Vergleich zum Vertikutieren am schnellsten einen Klee freien Rasen.

Eine dritte Variante ist der Einsatz von einem Rasenunkrautvernichter. Hierbei ist es wichtig, dass ein Produkt gegen breitblättrige Unkräuter eingesetzt wird.

Allerdings ist es bei allen Massnahmen wichtig, dass die Rasenfläche ausreichen mit Nährstoffen versorgt wird. Denn nur dann lässt sich nachhaltig der Weissklee im Rasen bekämpfen.

 

{ 2 Kommentare… [+] }
  • Jens 11.06.2019, 15:38

    Ganz klar: Thema verfehlt! Keine der obigen Anregungen (mehr ist es nicht) wirkt nachhaltig. Um Weissklee wirklich zu bekämpfen, gibt es ein altes Mittel – Eisenchlorid! Schon mal gehört? In heißem Wasser aufgelöst (eine kl. Schaufel auf 10 l Wasser) und das ausgegossen – nur so geht der Klee baden! Evtl mußt du das zwei- oder dreimal machen, denn Weissklee ist hartnäckig. Vertikutieren ist absoluter Schwachsinn: Das zerschneidet die Ausläufer nur, fördert die Wurzelbildung der Stückchen und führt zu einem dichten Kleeteppich. Verstanden?

    • hauert 12.06.2019, 17:21

      Guten Tag

      Besten Dank für diesen wertvollen und geschätzten Input. Nichts gegen Hausmittel im Garten – aber Eisenchlorid gegen Weissklee zu empfehlen ist nichts, was ich mit gutem Gewissen und fachmännischer Praxis vereinbaren lässt. Die Einstufung von Eisenchlorid nach GHS für den Anwender mal ausser acht gelassen, ist das Ausbringen von Chlorid im Rasen nicht zu empfehlen.

      Gerne können wir die sinn- oder unsinnige Anwendung von Eisenchlorid auch persönlich am Telefon oder per Mail besprechen.

      freundliche Grüsse

      Ihr Hauert Team

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